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Wir haben 2019 beschlossen, daß es an der Zeit ist, uns vom Triple e Commander zu trennen. Nachdem der Entschluß stand, war die Frage, was für ein Wohnmobil zieht als Nächstes bei uns ein. Wir waren uns einig, daß es kein Ami mehr sein sollte, aber die meisten europäischen Wohnmobile wollten uns nicht so wirklich gefallen. Wir sind halt durch das Raumangebot des Amis doch sehr verwöhnt und da haben die Europäer nicht so arg viel entgegen zu setzen. 

Es sollte auch nicht mehr unbedingt so ein Dickschiff wie der Triple sein, einfach weil ein Wohnmobil dieser Größe, daß in unser Portfolio paßt, schon wieder mindestens 10 - 15 Jahre auf dem Buckel hat und wir wollten etwas Jüngeres. Nach einigem Suchen fanden wir einige Wohnmobile eines französischen Herstellers, der keine Eckbank in seinen Wohnmobilen verbaut, sondern auch die sogenannten Face-to-Face-Bänke anbietet. Durch diese fehlende Eckbank war das Raumgefühl in diesen Wohnmobilen sehr viel großzügiger als mit den üblichen Eckbänken. Irgendwie fanden wir aber keinen passenden Gebrauchten, bis Holger irgendwann über die italienische Firma Rollerteam "stolperte", deren neue Kollektion 2020 in fast allen Wohnmobilen auch die Face-to-Face-Bänke anbietet. 

Da wir zwischenzeitlich auch festgestellt hatten, daß ein "Gebrauchter" in dem Alter von 2-3 Jahren, wie wir uns den vorgestellt hatten, kaum weniger kostete, als ein Neuer, war es zu dem Entschluß nicht weit, evtl. ein neues Wohnmobil zu kaufen. Da der Rollerteam-Händler La Marca in Landsberg/Lech als Einziger schon die 2020iger Modelle zum anschauen da hatte, sind wir dann im August 2019 nach Landsberg gefahren, um uns den Granduca von Rollerteam anzuschauen.

Und was soll ich sagen, veni, vidi, vici trifft es wohl am besten. Es war, als stehe da genau das Wohnmobil, das für uns gemacht worden ist. Wir waren begeistert und haben ihn bestellt. Der erste Liefertermin war der Oktober 2019. Da wir aber kein Hubbett haben wollten, verzögerte sich der Liefertermin noch mal auf den Januar 2020. Auf der einen Seite war es für uns ok, da wir im Winter sowieso eher weniger unterwegs sind und der Granduca dann Erstzulassung 2020 hat, aber auf der anderen Seite spannte uns das natürlich noch mehr auf die Folter. Wie das so ist, wenn man was bestellt hat, man will es einfach gerne haben. 

Am 27.01.20 war es dann soweit, die Info kam, wir können den Granduca in Kürze abholen. Als Termin wurde der 06.02.2020 festgelegt und wir konnten am 05.02.20 in Mainz bei Sixt einen Leihwagen abholen, mit dem wir dann nach Landsberg fuhren. Natürlich dann mit der WoMo-Grundausrüstung im Gepäck, da wir bis zum 09.02.2020 gemütlich heim fahren wollten und dabei schon mal den Granduca genießen wollten. 

Sira und Velvet auf der Fahrt nach Landsberg auf der Rückbank des geliehenen Ford Mondeos. Es war ihnen wohl etwas unheimlich, daß sie auf der Rückbank mitfahren mußten, wo sie doch die Box im Kofferraum gewohnt sind. Vor allem für Sira, die das erste Mal auf der Rückbank mitgefahren ist, war es ungewohnt und so suchte sie die Nähe von Velvet, die das sehr viel gelassener nahm.

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Gegen 16 Uhr waren wir dann bei La Marca und da stand er "Unser" neuer Granduca. Da ist man dann doch sehr, sehr stolz. 

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Holger nach dem ersten Rundum-Check. 

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Und das macht dieses Wohnmobil für uns aus und waren die Gründe für die Entscheidung es zu kaufen. 

Die Einzelbetten, die wir wie im Triple haben wollten, sind mit 200 x 80 cm perfekt. Die Küche hat genug Platz in den Schränken und auch Arbeits- und Stellfläche sind ok. Kühl-Gefrierkombination ist auch in ausreichender Größe an Bord. Dusche und Bad sind etwas kleiner als im Triple, was auch der 2 m kürzeren Länge geschuldet ist. Die Face-to-Face-Sitzbänke werden perfekt durch die herumgedrehten Fahrersitze ergänzt und der in alle Richtungen verschiebbare, drehbare und zusammenklappbare Tisch trägt seinen Teil dazu bei, daß man nicht das Gefühl hat, man kann sich nicht um die eigene Achse drehen.

Die Einzelbetten im Heck, die in der Mitte noch mit 2 zusätzlichen Matratzen zu einer Liegefläche ergänzt werden können. Unter den Betten gibt es massig Stauräume und einen Kleiderschrank, der von vorne und von oben über die hochstellbaren Sprungrahmen erreicht werden kann.

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Direkt im Ansclhuß an die Betten sind die Dusche und das Bad. Die Dusche ist mit einer Regenbrause und einem normalen Duschkopf ausgestattet und ist mit der indirekten Beleuchtung mein persönliches Highlight. Ich finde das sieht einfach mega aus.

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Gegenüber befindet sich das kleine Bad, dessen Tür zum vorderen Bereich hin geschlossen werden kann und so den Teil Betten, Dusche und Bad zu einem geschlossen Raum macht. 

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Die kompakte Küche bietet einen 3-flammen-Herd und eine runde Spüle. Hinten links ist genug Platz für eine Kaffee-Maschine. Die Schränke oben und unten haben genügend Stauraum, wobei der Schrank unter der Spüle einen Auszug hat, damit man nicht auf die Knie gehen muß, um hinten etwas heraus zu holen. Gegenüber ist die Kühl-Gefrierkombination. Davon muß ich noch ein Bild nachliefern, die habe ich bei all der Aufregung nicht fotografiert.

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Der vordere Bereich mit den beiden großen Dachfenstern, da wir kein Hubbett haben, wurde an der Stelle noch ein 2. Dachfenster eingebaut. Die Face-to-Face-Bänke mit dem sehr variablen Tisch, der auf dem zugeklappt ist. Aufgeklappt ist der doppelt so groß. links und Rechts sind Schränke mit ausreichendem Stauraum.

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Wir fuhren anschließend auf den Stellplatz Waitzinger Wiese, wo wir uns Abends dann mit der lieben Moni trafen und erst mal bei einem leckeren Essen den Granduca feierten. Morgens fuhren wir noch mal kurz bei La Marca vorbei und dann ging es auf nach Bad Waldsee zu unserer 2. Übernachtung. Da stand er dann und wir waren sehr, sehr stolz.Granduca Abholun 0030

Leider ging uns dann morgens gegen 7 Uhr das Gas aus. Da es in den Tagen wirklich nachts bitterkalt war und die Heizung durchlaufen mußte, reichte das Gas in der Gasflasche nicht aus. Wir brachen dann ziemlich flott auf, haben die Flasche getauscht und fuhren erst mal in Richtung Heimat. 

Holger fährt stolz mit dem Granduca

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Wir entschieden uns dann dafür, in Calw auf dem Stellplatz "Alter Bahnhof" unsere letzte Nacht zu verbringen. Dort angekommen stellten wir fest, daß der beschriebene Imbiß am Platz nicht so vertrauenswürdig war. Wir haben uns dann aus einer örtlichen Pizzeria 2 Pizze bringen lassen, die uns der supernette Pizzabote direkt ans WoMo lieferte und die sehr, sehr lecker geschmeckt hat. 

Anschließen haben wir einfach unser neues Wohnmobil genossen, da klar war, daß wir Sonntag früh recht hurtig Richtung Heimat fahren würden. Es war ja das Sturmtief "Sabine" angekündigt, das gegen Nachmittag über Rheinhessen toben sollte und wir wollten nicht riskieren, daß am Granduca irgendwas passiert.

Die Mädels haben den Relax-Tag auch genossen und haben sich im neuen WoMo schon genauso wohl gefühlt wie wir.

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Der Granduca auf dem Stellplatz "Alter Bahnhof" in Calw. Sicher kein Platz, um dort länger zu stehen, aber er ist kostenfrei, Strom gibt es für einen kleinen Taler, Ver- und Entsorgung sind auch vorhanden. Die Bahn die recht vorbeifährt ist flüsterleise und die Straße weiter unten stört auch nicht so arg. Für 1-2 Übernachtungen ist der Platz absolut ok.

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Alles in Allem haben wir uns die 4 Tage wirklich sehr wohl gefühlt in dem Granduca. Sicher ist er 2 m kürzer als der Triple e Commander und es fehlt ihm das plüschige Ami-Flair, aber er ist schön und gemütlich eingeerichtet. Die Betten sind sehr bequem, wenn mir die Matratze auch etwas hart ist, aber da läßt sich abhilfe schaffen. Selbst die Kassettentoilette, vor der uns etwas bange war, hat sich als sehr groß erwiesen, so daß wir erst heute vor der Heimfahrt, die Kassette entleeren mußten, was, wie Holger versichert hat, auch nicht schlimmer war, als die Entsorgung beim Triple. 

Jetzt heißt es, den Granduca anmelden und dann freuen wir uns auf unsere nächste Fahrt, die allerdings noch etwas auf sich warten läßt, da wir die kommenden Wochenenden leider verplant sind und nicht weg können. Aber dann werden wir den Granduca ausgiebig nutzen und darauf freuen wir uns alle schon sehr.

 

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